Projekte



Institut für Wirtschaftsinformatik

Müller-Friedberg-Strasse 8
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Vernetzungsfähigkeit im Gesundheitswesen

Die Motivation... Andere Branchen haben, insbesondere durch den Einsatz von Informations- und Kommunikationstechnologie, eine hohe Arbeitsteilung und eine ausgeprägte Vernetzung realisiert. Das Kompetenzzentrum Health Network Engineering (CC HNE) des Instituts für Wirtschaftsinformatik der Universität St. Gallen setzt sich seit längerem mit der Frage der Vernetzungsfähigkeit der Akteure des Gesundheitswesens auseinander und liefert erste ganzheitliche Ansätze zu deren Steigerung.

Das Ziel... Zur Bewertung und systematischen Weiterentwicklung der Arbeitsteilung unter den Akteuren des Gesundheitswesens wurde das Konzept der Vernetzungsfähigkeit entwickelt. Dieses betrachtet die Vernetzung zwischen den Akteuren auf allen oben gezeigten Ebenen (Strategie, Organisation, Technik). Es geht dabei auf der Ebene der Strategie um die Suche und Umsetzung von Kooperationsformen (bspw. unter Leistungserbringern oder zwischen Leistungserbringern und Lieferanten), auf der Ebene der Organisation um die Definition und Führung kollaborativer Prozesse und Services (bspw. Kostengutsprache, Behandlungsplanung, Abrechnung, Arztbrief), auf der Systemebene

(Technik) um die Kopplung von Applikationen und die Spezifikation von Schnittstellen (für Szenarien wie bspw. B2C, B2B, B2E) sowie auf allen Ebenen um die Schaffung und Aufrechterhaltung einer Kooperationskultur.

Die Vernetzungsfähigkeit eines Leistungserbringers hat dann einen guten Reifegrad erreicht, wenn Kooperationen mit anderen Leistungserbringern (bspw. zur Regionalisierung oder Spezialisierung), bzw. weiteren Partnern rasch und mit geringen Initialkosten aufgebaut werden können. Die Einflussfaktoren der Vernetzungsfähigkeit werden als Gestaltungsobjekte bezeichnet. Der Katalog dieser Gestaltungsobjekte liegt vor und es geht nun darum, diese Gestaltungsobjekte Stufe um Stufe in jedem Leistungserbringer zu entwickeln.

Publikationen...

Mettler, T.; Rohner, P.: Faktoren zur Steigerung der Vernetzungsfähigkeit im Gesundheitswesen,  to be published in: Gesundheitsökonomie und Qualitätsmanagement, 2009

Mettler, T., Rohner, P.: An Analysis of the Factors Influencing Networkability in the Health-Care Sector, to be published in: Health Services Management Research, 2009

Mettler, T., Rohner, P., Baacke, L.: Improving Data Quality in Health Information Systems - A Holistic Design-oriented Approach, Proceedings of the 16th European Conference on Information Systems, Galway, Ireland, 09.06.2008, S. 1883-1893

Mettler, T.;Rohner, P.; Winter, R.: Factors Influencing Networkability in the Health Care Sector - Derivation and Empirical Validation, in: Bath, P., Albright, K., Norris, T. (Eds.): Proceedings of the 12th International Symposium on Health Information Management Research, ISHIMR 2007, Sheffield, UK, 18.-20.07.2007, S. 51-62

Mettler, T.; Rohner, P.: Vernetzungsfähigkeit im Gesundheitswesen: Die Herausforderung annehmen, in: SwissITmedical, 1, 2007, S. 28-29

Gericke, A.; Rohner, P.; Winter, R.: Networkability in the Health Care Sector - Necessity, Measurement and Systematic Development as the Prerequisites for Increasing the Operational Efficiency of Administrative Processes, Proceedings of the 17th Australasian Conference on Information Systems, Adelaide, Australia, 06.12.2006

Gericke, A.; Rohner, P.; Winter, R.: Vernetzungsfähigkeit im Gesundheitswesen - Notwendigkeit, Bewertung und systematische Entwicklung als Voraussetzung zur Erhöhung der Wirtschaftlichkeit administrativer Prozesse, in: HMD - Praxis der Wirtschaftsinformatik, 251, 2006, S. 20-30

Präsentationen...

Rohner, P.: Building a Business Collaboration Infrastructure for Health Care - Experiences from Switzerland. OMG SOA in Health Care Conference, Chicago, 15.-17.04.2008

Rohner, P: Organisation und Management im Spital - Segen oder Fluch? Dreiländer Focus Day 2008. Herausforderungen in der täglichen Praxis. 25.04.2008

Fitterer, R.; Rohner, P.: Wirtschaftliche Bedeutung von eHealth, eHealth in der Frauenheilkunde, Fortbildungskurs am Universitätsspital Zürich, 15.03.2007

Mettler, T.; Rohner, P.: Heutige und künftige Anforderungen an die Vernetzungsfähigkeit, Software-Engineering im Gesundheitswesen - was bewegt uns morgen?, Universitätsspital Basel, 24.01.2007

Mettler, T.; Rohner, P.: EPA als erforderlicher Baustein für die Vernetzung, SwissICT eHealth Anwenderforum 2007, Zürich, 19.06.2007

Weitere Informationen... Für Anfragen und ausführlichere Information wenden Sie sich bitte an Dr. Peter Rohner.

 

Nutzenevaluation von eHealth-Projekten

Die Motivation... Die Potenziale von Informations- und Kommunikationstechnologien werden im Gesundheitswesen allmählich erkannt und es sind erste Anzeichen einer zunehmenden organisatorischen und technischen Vernetzung zu sehen. Das Schlag­wort eHealth nimmt in diesem Zusammenhang eine besondere Rolle ein. Es liegen dazu eine Vielzahl von Berichten von nationalen und internationalen Stellen vor und es herrscht innerhalb der eHealth-Community eine Art "Common Sense" darüber vor, dass eHealth einen wesentlichen Beitrag zur Steigerung der Qualität und der Patientensicherheit sowie zur Einsparung von Kosten leisten kann. Fundierte Evaluationsergebnisse zum Nutzen konkreter eHealth-Vorhaben, welche diese Annahme bestätigen, sind jedoch erst spärlich vorhanden und eine Gesamtsicht dazu fehlt gänzlich. Auf der Stufe von politischen Entscheidungsträgern, der Führung von Verbänden usw., welche sich mit dem Gesundheitswesen befassen, sind die Nutzenpotenziale noch zu wenig be- oder anerkannt und es hat sich, trotz einiger Medienberichte in einer breiteren Öffentlichkeit, welche ansonsten häufig mit Themen aus dem Gesundheitswesen konfrontiert ist, noch kein Bewusstsein für die Bedeu­tung des Themas eHealth etabliert.

Das Ziel... Das Projekt soll deshalb,

  • Erkenntnisse dazu liefern, wie der Nutzen von eHealth definiert, praktisch gemessen und dargestellt werden kann,
  • zeigen,welche Untersuchungen schon zum Nutzen von eHealth vorliegen,
  • einen Katalog von Nutzenpotenzialen anbieten,
  • zu einer gezielten Auswahl daraus in- und ausländisch Beispiele aufzeigen, welche auf die Schweizer Verhältnisse angewendet werden können.

Zugehörige Projekte...

Weitere Informationen... Für Anfragen und ausführlichere Information wenden Sie sich bitte an Dr. Peter Rohner.

 

Interreg IV-Projekt: "eHealth - Kooperation"

Die Motivation... In Europa wird die medizinische Behandlungsqualitat stetig verbessert. Zusätzlich zum medizinischen Erkenntnisfortschritt wird grosses Potenzial in einem auf Spezialisierung und Arbeitsteilung ausgerichteten Gesundheitswesen gesehen. Im Hinblick auf die Gestaltung grenzübergreifender Patenientenprozesse gibt es jedoch noch erhebliche Herausforderungen zu meistern: Aktuell sind an einem typischen Patientenprozess, der sich normalerweise von der Erstbehandlung über die Zweitbehandlung bis hin zur Nachbehandlung erstreckt, verschiedene Spezialisten beteiligt. Gleichzeitig werden die Bürger zunehmend mobiler. Diese beiden Tatsachen führen dazu, dass die Anzahl der Schnittstellen im Behandlungsprozess zunimmt und die Fragmentierung sowie die Komplexität der Gesundheitsversorgung ansteigen.

Um die Potenziale einer grenzüberschreitenden Zusammenarbeit nutzen zu können, sind erhebliche Schnittstellenprobleme strategischer, organisatorischer und technischer Natur zu beheben.

Die Ziele... Projektziel ist deshalb die Verbesserung der Qualität grenzüberschreitender Behandlungsprozesse. Dieses Oberziel lässt sich durch folgende Teilziele operationalisieren:

  • Verbesserung der Vergleichbarkeit von medizinischen Organisationen in der Alpenrhein-Region
  • Identifikation von Schwachstellen und Analyse der Ursachen in der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit
  • Identifikation von Ansatzpunkten für die Verbesserung
  • Unterstützung bei der strukturierten Veränderung vom individuellen Ist-Zustand zu einem optimierten Soll-Zustand

Die zur Umsetzung dieser Zielstellungen zu entwickelnde Methode wird nicht nur theoretisch hergeleitet, sondern insb. an praktischen Beispielen der Partnerinstitutionen angewendet. Das Projektkonsortium folgt damit dem gestaltungsorientierten Forschungsprozess, bei dem ein enger Dialog mit den Vertretern der Praxis stattfindet und konkrete Ergebnisse zur Verbesserung des Gesundheitswesens erzielt werden.

Die Projektpartner... Folgende Partner kooperieren im Rahmen des Projekts mit dem CC HNE:

  • Gesundheitsdepartement des Kantons St. Gallen und Kantonsspital St. Gallen
  • Kinderspital Zürich
  • Klinikum Konstanz
  • Krankenhaus Lindau
  • Spital Thurgau AG

Weitere Informationen... Für Anfragen und ausführlichere Information wenden Sie sich bitte an Dr. Peter Rohner

EUROPÄISCHE UNION
Gefördert aus dem
Europäischen Fonds
für Regionale Entwicklung

 

 

PICTURE

PICTURE - Entwicklung erfolgreicher Investitionsstrategien für Informations-und Kommunikationstechnologien in öffentlichen Verwaltungen Europas

Die Motivation ... Informations- und Kommunikationstechnologien (IKT) bergen grosses Potenzial bei der Reorganisation von Geschäftsprozessen in öffentlichen Verwaltungen. Dennoch zögern Entscheider in kommunalen Verwaltungen häufig, in notwendige IKT zu investieren. Eine Hauptursache dafür ist, dass der potenzielle Nutzen solcher Projekte oft unklar ist und Grossinvestitionen deshalb nicht vor den politisch Verantwortlichen und der öffentlichkeit gerechtfertig werden können. Viele Verwaltungen beschränken sich deshalb auf die Optimierung einzelner Prozesse ohne einer langfristigen und ganzheitlichen IKT-Strategie zu folgen. Ohne eine solche Strategie bleibt allerdings ein Grossteil des Innovations- und Reorganisationspotenzials unausgeschöpft.

Das Projekt ... Das im Februar 2006 gestartete und für drei Jahre geplante Projekt PICTURE ist ein STREP (Specific Targeted Research Project) und wird von der Europäischen Kommission im Rahmen des 6. Forschungsprogramms gefördert. Das Projektkonsortium setzt sich aus 12 Partnern aus Verwaltungspraxis, Wirtschaft und Wissenschaft zusammen, die ihre Erfahrungen aus insgesamt sechs europäischen Ländern einbringen. Aus der Schweiz ist neben dem Institut für Wirtschaftsinformatik der Universität St. Gallen auch die Stadtverwaltung Winterthur am Projekt beteiligt. PICTURE steht als Akronym für die Bezeichnung Process Identification and Clustering for Transparency in Reorganising Public Administrations.

Das Ziel ... Ziel von PICTURE ist es, ein web-basiertes Instrument zu entwickeln, zu evaluieren und zu verbreiten, das eine effiziente Messung des Nutzens von IKT für die gesamte Prozesslandschaft einer öffentlichen europäischen Verwaltung ermöglicht. Damit soll die PICTURE-Methode Entscheidungsträger in öffentlichen Verwaltungen in Europa bei der Entwicklung einer erfolgreichen und langfristigen IKT-Investionsstrategie unterstützen.

Die Funktionalitäten...

  • Mit dem Process Landscaping Modul erfassen die Prozessverantwortlichen und die Prozessausführenden die Verwaltungsprozesse einer öffentlichen Verwaltung.
  • Mit dem ICT Impact Measurement Modul wird der qualitative, quantitative und monetäre Nutzen von IKT für die Prozesse der öffentlichen Verwaltung bestimmt.

Die Strategieentwicklung mit PICTURE umfasst drei Schritte:
1. Modellierung: Erfassung der Geschäftsprozesse mit dem Process Landscaping Module
2. Bewertung: Berechnung des Nutzens von IKT für die Geschäftsprozesse mit dem ICT Impact Measurement Modul
3. Analyse: Analyse der Ergebnisse und Entwicklung einer IKT-Strategie

Publikationen...

(Forthcoming) Baacke, L.; Rohner, P.; Winter, R.; Fitterer, R.: Component-Based Distributed Modeling of Collaborative Service Processes – A Methodology for the Identification of Reference Process Building Blocks, Forty-Second Annual Hawaii International Conference on System Sciences (HICSS-42), 2009

(Forthcoming) Baacke, L.; Becker, J.; Bergener, P.; Fitterer, R.; Greiner, U.; Stroh, F.; Räckers, M.; Rohner, P.: Enabling integration and optimization of government processes with cross-functional ICT, to be published in: Weerakkody, V.; Janssen, M.: Handbook of Research on ICT-Enabled Transformational Government: A Global Perspective, IGI Global, 2009

(Forthcoming) Baacke, L.; Becker, J.; Bergener, P.; Fitterer, R.; Instinsky, M.; Räckers, M.; Rohner, P.: Management von Prozesswissen – Ergebnisse aus dem Forschungsprojekt PICTURE, in: Tagungsband des 11. Internationalen Rechtsinformatik Symposiums IRIS 2008

Baacke, L., Fitterer, R., Mettler, T., Rohner, P.: A Methodology for ICT Impact Analysis Based on Semantic Process Models in: Ferro, E.; Scholl, J.H.; Wimmer, M.A.: Electronic Government, 7th International Conference EGOV 2008, Proceedings of ongoing research, project contributions and workshops; Turin, Italy, 01.09.2008

Baacke, L.; Fitterer, R.; Mettler, T.; Rohner, P.: Transformational Government – A Conceptual Foundation for Innovation in Public Administrations, in: Finger, M., Hahamis, P. (Hrsg.): Proceedings of the 8th European Conference on e-Government (ECEG 2008), Lausanne, Switzerland, 10.07.2008, Academic Publishing Limited, Reading, 2008, S. 43-50

 Baacke, L.: Entwicklung von Referenzprozessbausteinen zur Modellierung von Verwaltungsabläufen, Arbeitsbericht des Instituts für Wirtschaftsinformatik (BE IWI/HNE/01), Universität St. Gallen, St. Gallen, 2007

 Baacke, L.; Fitterer, R.; Rohner, P: Measuring Impacts of ICT on the Process Landscape of Public Administrations, Proceedings of the 3rd International Conference on e-Government (ICEG2007), University of Quebec, Montreal, Canada, 27-28 September 2007

Baacke, L.; Fitterer, R.; Rohner, P.; Stroh, F.: Wie wirken sich Informations- und Kommunikationstechnologien auf Verwaltungsprozesse aus? Ergebnisse aus dem EU-Forschungsprojekt PICTURE, in: eGov Präsenz , 2, 2007

Baacke, L.; Rohner, P.; Winter, R.: Aggregation of Reference Process Building Blocks to Improve Modeling in Public Administrations, in: Electronic Government, 6th International EGOV Conference, Proceedings of ongoing research, project contributions and workshops, Regensburg, Germany, September 3-6, 2007, Trauner Verlag, Ake Grönlund, H. Jochen Scholl, Maria A. Wimmer (Eds.), pp 149-156, ISBN: 978-3-84599-255-4; (Presentation 2007-09-03)

Baacke, L.: Prozessmanagement und IT-Strategie – Erfolgsfaktoren der Verwaltungsmodernisierung, in: www.competence-site.de (Document Link: 2007-03-27)

Präsentationen...

 Baacke, L.; Rohner, P.; Zech, C.: PICTURE: Prozessmodellierung und IKT-Potentialanalyse - Die Methode. Das Werkzeug. Die Praxisanwendung. Telematiktage, Government Forum. Bern, 2008-03-04

 Baacke, L.: PICTURE - Prozessmodellierung und IKT-Potentialanalyse. eGovernment Fachtagung. Göttingen, 2008-01-29

Baacke, L.; Helm, L.: EU Project "PICTURE", Presentation at the EUROCITIES Conference, Barcelona, 2007-03-16

Weiterführende Information ... wie z.B. die PICTURE Broschüre, das PICTURE Poster, die Ausgaben des PICTURE Newsletter sowie die öffentlichen Ergebnisdokumentationen des Projekts finden Sie im PDF-Format auf der offiziellen Webseite unter http://www.picture-eu.org/.

Für Anfragen und ausführlichere Information wenden Sie sich bitte an Lars Baacke.

 

Prozessorientierte Patientenidentifikation

Die Motivation... Der Behandlungsprozess von Patienten involviert in der Regel verschiedene Organisationseinheiten eines Spitals und gegebenenfalls externe Leistungserbringer. Analog zum physischen Behandlungsprozess werden Patienteninformationen produziert und konsumiert. Eine eindeutige, konsistente Patientenidentifikation, die an unterschiedlichen Identifikationspunkten Patienten und Patienteninformation zusammenführt, ist Voraussetzung für die Vermeidung von Verwechslungen von Personen, Material, Dokumenten oder Medikamenten. Die korrekte Patientenidentifikation ist somit unerlässlich für die effiziente und sichere Behandlung von Patienten und die organisationsübergreifende Zusammenarbeit. Dennoch ist eine organisationsweite IS-gestützte Patientenidentifikation bisher nur in wenigen Spitälern realisiert. Das Problem ist vielseitig; für eine gesamtheitliche Lösung sind diverse Gestaltungsobjekte auf den Ebenen Strategie, Organisation und System (Integration & Software) und unter Berücksichtigung verschiedener  Stakeholder (Ärzte, Pflegende, Management, etc.)  auszuarbeiten. Die vom CC HNE zusammen mit Spitälern geleisteten Vorarbeiten haben bereits zu einer ersten Priorisierung der Gestaltungsobjekte einer prozessorientierten Patientenidentifikation geführt.

Das Ziel...(1) Entwicklung eines Leitfadens zur Projektinitiierung: Dieser wird Handlungsanweisungen nach Business Engineering-Methodik (Akteure, Gestaltungsobjekte & Rahmenbedingungen) geben und anhand von Fachartikeln und Fallstudien illustrieren. Der Leitfaden wird gemeinsam mit Industriepartnern und Themenexperten ausgearbeitet. (2)Technischer State-of-the-Art: Dieser gibt einen Überblick über (de Facto-) Standards (z.B. IHE PIX,  VHitG PID) und Applikationen (z.B. MPI), die für eine Umsetzung von IT-gestützter Patientenidentifikation relevant sind. (3) Methode zur strategische Positionierung - Nutzenausweis: Investitionen, wie die zur Umsetzung IS-gestützter Patientenidentifikation, können häufig nur ungenügend bezüglich strategischer Organisationsziele eines Spitals positioniert werden.  Deshalb wird federführend durch das CC HNE eine Methode entwickelt, die im Sinne einer Balanced Scorecard als Mittel zur strukturierten, ganzheitlichen Bewertung von IS-Investitionen und zu deren Positionierung gegenüber der strategischen Ausrichtung eines Spitals angewendet werden kann.

Publikationen...

Mettler, T.; Rohner, P.: Auf dem Weg zur prozessorientierten Patientenidentifikation, Swiss Medical Informatics, 64, 2008, S. 25-28

Mettler, T.; Fitterer, R.; Rohner, P.: Strategies for a Systematical Patient Identification, in: Gesellschaft für Informatik (Eds.): Proceedings of the 2nd European Conference on eHealth, GI-Edition - Lecture Notes in Informatics (LNI), Oldenburg, Germany, 11.-12.10.2007

Mettler, T., Rohner, P.: Auf dem Weg zur prozessorientierten Patientenidentifikation, Konferenzband der 21. Jahrestagung der Schweizerischen Gesellschaft für Medizinische Informatik, Sierre, Schweiz, 05.06.2008

Rohner, P.: Identitätsmanagement im Schweizer Gesundheitswesen - Detail oder Kern?, Wege zur Personalisierten Medizin in der Schweiz, IBM Industry Solutions Lab Zürich, 03.07.2007

Weitere Informationen... Für Anfragen und ausführlichere Information wenden Sie sich bitte an René Fitterer.

 

Supplier Relationship Management im Spital

Die Motivation... Die weltweite Ausdehnung der Märkte (Globalisierung), die Individualisierung von Produkten und Dienstleistungen (fragmentierte Märkte), der Druck stetiger Innovationen (steigende Innovations- und Wissensintensität) sowie immer kostengünstigere Möglichkeiten der Datenübertragung und –verarbeitung (technologische Entwicklungen) haben in wettbewerbsintensiven Branchen wie beispielsweise der Automobil- oder Elektroindustrie dazu geführt, dass sich eine ausgeprägte Vernetzung mit hoher Arbeitsteilung und optimierter Prozessorganisation zwischen den einzelnen Marktteilnehmern entwickelt hat. Diese fundamentalen Marktveränderungen haben auch zu einem Paradigmenwechsel in der Beschaffung geführt: „Stand einst das Ziel der Kosteneinsparung im Vordergrund, werden heute vom Einkauf auch Erlössteigerungen sowie die Akquisition von Innovationen auf den Zuliefermärkten verlangt“. Die Rolle des Lieferanten, der früher im Rahmen von Preisverhandlungen als Gegner betrachtet wurde, hat sich zu der eines Wertschöpfungspartners hin entwickelt, der in die Beschaffungsprozesse integriert werden soll. Demzufolge gewinnt die aktive und differenzierte Gestaltung der Beziehungen zu Lieferanten immer mehr an Bedeutung.

Das Ziel... Im Rahmen des Projektes soll ein Reifegradmodell für die Ausgestaltung des SRM im Krankenhaus entwickelt werden. Für die Praxis entsteht

  • durch die Identifikation der wesentlichen Gestaltungsobjekte des SRM ein systematischer Überblick über mögliche Handlungsfelder,
  • durch die Definition geeigneter Reifegrade des SRM, eine Grundlage, um den aktuellen Stand des SRM zu bewerten,
  • durch die Bestimmung geeigneter Praktiken, eine erste Handlungsempfehlung, wie der gewünschte Reifegrad erreicht werden kann.

Publikationen...

 Mettler, T.; Rohner, P.: Supplier Relationship Management in Healthcare, to be published in Luo, Z. (Ed.): Service Science and Logistics Informatics: Innovative Perspectives, IGI Global, 2009

Mettler, T.; Rohner, P.: E-Procurement in Hospital Pharmacies: An Exploratory Case Study from Switzerland, Journal of Theoretical and Applied eCommerce Research, 4, 1, S. 23-38

  Mettler, T.: Towards a Maturity Model for Supplier Relationship Management of Hospitals, ausgewählt zur Präsentation am ECIS Doctoral Consortium 2008 (16th European Conference on Information Systems), Galway, Irland, 6-8.6.2008.

Mettler, T., Rohner, P.: Supplier Relationship Management im Krankenhaus, in: HMD - Praxis Der Wirtschaftsinformatik, 259, 2008, S. 87-95

Mettler, T., Rohner, P.: Supplier Relationship Management für Spitälern: Hype oder Quelle für nachhaltigen Erfolg?, in: Datamaster- Fachzeitschrift für einen vernetzten Gesundheitsmarkt, 10, 2008, S. 4-5

Mettler, T., Rohner, P.: Supplier Relationship Management in Healthcare Practice - A Case Study, Proceedings of the 6th CollECTeR Iberoamerica, Madrid, Spain, 25.06.2008 - Best Paper Award

Mettler, T.; Vimarlund, V.: Understanding Business Intelligence in the Context of Health Care, Proceedings of the 13th International Symposium for Health Information Management Research - ISHIMR 2008, Auckland, New Zealand, 20-22.10.2008, S. 61-69

Weitere Informationen... Für Anfragen und ausführlichere Information wenden Sie sich bitte an Tobias Mettler.

 

Spitallogistik Referenzmodell

Die Motivation...

  • Sicherstellung einer ständigen Verfügbarkeit unter Berücksichtigung der Minimierung der Leerzeiten von Personal und Betriebsmitteln (insbesondere teuren Geräten)
  • Zeitgerechte und zuverlässige sowie wenn nötig schnelle Belieferung der Bedarfsstellen (Patient, Ärztlicher Dienst, Pflege, Apotheke, Hotellerie etc.) inkl. kostenstellenspezifischer Nachweise der Verbrauchs- und Entsorgungsdaten je Kostenträger
  • Medienbruchfreie und durchgängige Arbeitsabläufe durch IT-gestützte Logistikorganisation und -dokumentation (Chargen und Betäubungsmittel)
  • Patientenspezifische Nachweise von Materialverbrauch und Entsorgungsleistungen (bspw.für die DRG-Tarifierung)

Das Ziel... Um die genannten Anforderungen erfüllen und nachhaltige Problemlösungen schaffen zu können, ist eine ganzheitliche Betrachtung notwendig:

  • Auf der Strategieebene ist festzuhalten, wie das Geschäftsnetzwerk der Spitallogistik aus-gestaltet ist (Wer sind meine Kunden, Partner, Lieferanten? Wie sind diese untereinander vernetzt?). Daraus sind entsprechende Leistungsmodelle abzuleiten (Was ist das Leistungsspektrum der internen Spitallogistik? Welche Leistungen werden von extern bezogen?).
  • Auf der Organisationsebene geht es darum, die Aufbau- und Ablauforganisation der logistischen Prozesskette eines Spitals, also von der Beschaffung bis zur Entsorgung, so zu gestalten, dass die Güter- und Informationsflüsse gesamthaft optimiert werden.
  • Auf der Systemebene ist die benötigte Infrastruktur (Hardware, Software und IT-entfernte Infrastruktur wie standardisierte Medikamentenschränke etc.) bereitzustellen.


Publikationen...

Mettler, T.; Rohner, P.: Optimierung logistischer Prozesse im Spital, in: Clinicum, 3, 2007, S. 62-63

Präsentationen...

Rohner, P.; Mettler, T.: Vernetzungsfähigkeit als Basis für logistische Prozesse im Gesundheitswesen, eHealthcare Kongress 2006, 28.09.2006

Rohner, P.; Mettler, T.: Referenzmodell Spitallogistik - Ansatz und Stand, eHealthcare Kongress 2007, Nottwil, Schweiz, 26.09.2007

Weitere Informationen... Für Anfragen und ausführlichere Information wenden Sie sich bitte an Tobias Mettler.


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